4 Wochen Bali im Zeitraffer

Die Wochen ziehen ins Land und neben den universitären Verpflichtungen haben wir uns natürlich auch vorgenommen, möglichst viel zu unternehmen während unseres Auslandssemesters. Und so ist man nach der Uni damit beschäftigt, den nächsten Trip zu planen. Und während eines Ausflugs ist ohnehin wenig Zeit. Und nach einem Ausflug muss man dann auch schon wieder was für die Uni machen. Und dann ist auch schon wieder Montag und der Kreislauf beginnt von vorne…


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So oder so ähnlich ist es wohl zu begründen, dass ich hier viele Wochen lang nichts berichtet habe. Nun aber! Und weil es so viel zu berichten gibt, halte ich mich jeweils und kurz und knapp in kleinen Abschnitten:

Rafting am Fluss Tudak Kesimpar

Bereit zum Rafting Ein Klassenausflug mit den anderen Studenten führte uns zum Rafting am Tudak Kesimpar. In Grüppchen zu je vier Leuten sind wir mit einen lokalen Guide ca. 2h den Fluss runtergeraftet. An den ruhigeren Flussabschnitten konnte man die beeindruckende Landschaft genießen, bevor es wieder in die nächsten Flussschnellen ging. Höhepunkt war dann ein kleiner Wasserfall, den wir aus vier Meter Höhe herabgerudert sind. Ein wirklich toller Ausflug und aufregender Sport, den man jedoch nicht unterschätzen sollte.

Bergsteigen auf dem Vulkan Agung

oben angekommen auf dem Vulkan Agung in 3000m Höhe An einem freien Mittwoch aufgrund eines religiösen Feiertages haben wir spontan die Gelegenheit genutzt, ein absolutes Muss auf Bali zu erleben: Die Besteigung des größten Vulkans der Insel, der Mout Agung. Die 3100m Höhenmeter kann man über zwei Touren besteigen. Die eine beginnt am Muttertempel, dem berühmtesten Tempel Balis, welcher ungefähr auf Meeresspiegel-Niveau liegt. Von dort aus dauert der Aufstieg jedoch ca. 7h und ist daher eher etwas für die erfahrenen und/oder trainierten Bergsteiger geeignet. Wir haben uns mit der zweiten Tour zufrieden gegeben, welche auf 1500m nahe einem weiteren Tempel startet. Um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu erleben, beginnt der Aufstieg morgens um 2:00 Uhr. Nach rund 3,5h kommt man dann oben an, um die aufgehende Sonne beobachten zu können. Ein ungeheuer schönes Naturschauspiel. Der Vulkan selbst ist mit seinem Krater eine ebenso beeindruckende Sehenswürdigkeit. Nach dem doch sehr energieraubenden Aufstieg dauerte der Abstieg bei uns etwa 2,5h. Am Ende waren wir zwar völlig erschöpft und übermüdet, aber stolz und um eine weitere Erfahrung reicher am Fuße des Vulkans angekommen. Auch wenn ich es aufgrund der Anstrengung nicht ein zweites Mal machen würde, kann ich diese Tour nur jedem empfehlen.

Surfen, Tauchen, Schnorcheln

Beim Pool-Tauchgang Jede Menge neue Dinge gibt es auch unter Wasser zu entdecken: Nachdem wir vergangenes Wochenende den Tauchschein gemacht haben, sind wir mit dem letzten Tauchgang zu einem Wrack aus dem zweiten Weltkrieg getaucht, welches vor der Ostküste Balis gesunken ist. Neben den ganzen bunten Fischen und Rochen konnten wir dort eine so interessante Welt entdecken, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat. So werden wir auf jeden Fall noch weitere Tauchtrips unternehmen, da Bali und die Umgebung Balis für seine Tauchspots bekannt ist. Häufig reicht es schon aus, nur mit Schnorchel und Taucherbrille ins Meer zu gehen, um die schönsten Korallen und Meerestiere zu entdecken. Auch auf jeden Fall ein Muss, wenn man in Indonesien unterwegs ist.

Uni, Umzug, Urlaubsplanung

Ja, wir studieren hier auch! Die Uni läuft hier, wie ja häufig üblich an ausländischen Universitäten, etwas anders ab als in Deutschland. Man sammelt über das gesamte Semester Noten über Tests, Berichte, Präsentationen oder Ausarbeitungen. So gibt es fast jeden Tag eine neue Aufgabe, die für die Uni zu erledigen ist. Und das kostet doch leider mehr Zeit, als ich gehofft hatte. Aber gut, die Umstände mildern dieses Pflaster, denn so eine Hausaufgabe erledigt sich doch schon ganz angenehm, wenn man in der Sonne am Pool sitzt. Nach mittlerweile fünf Wochen Vorlesungszeit steht ab nächster Woche eine zweiwöchige Semesterpause an. In dieser Zeit hält es nur die wenigsten auf Bali, da es schließlich auch in der Umgebung noch so vieles zu entdecken gibt. Wir werden unsere erste Woche auf den Nachbarinseln Lombok und Gilis verbringen. Dort ziehen natürliche Landschaften, weltberühmte Tauch- und Schnorchelplätze und eine lebendige Partyszene viele Reisende an. Nach einer Woche legen wir von den Gili Inseln ab und verbringen die zweite Woche mit ca. 25 weiteren Studenten auf einem Segelschiff und entdecken weitere Inseln, die nicht mit Auto oder Flugzeug zu erreichen sind. So hoffen wir auf viele schöne, unentdeckte Plätze, Schnorchelorte und jede Menge Erholung. Nach vielen kleinen Zwischenstopps an diversen Inseln werden wir final in Flores ankommen, um nach zwei weiteren Tagen per Flugzeug zurück nach Bali zu fliegen.

Unser neues Zuhause

Mittlerweile haben wir auch unser neues Zuhause bezogen, wo wir den Rest unseres Semesters verbringen werden. Mit vier weiteren Kommilitonen wohnen wir nun zwar etwas weiter von der Uni entfernt, dafür aber nur noch eine Minute vom Strand weg. Diese Wahl fiel also recht einfach.

So vergeht die Zeit wie gewohnt im Fluge, so dass es aber auch bald wieder vieles zu berichten geben wird. Neue Fotos gibt es in der Fotogalerie.

Willkommen auf der “Insel der Götter und Dämonen”

Die erste Woche auf Bali ist nun um und endlich bleibt mal ein wenig Zeit, um das Erlebte noch einmal gedanklich zu durchleben. Für uns begann die Zeit auf Bali wenig entspannend, da wir die ersten Tage nur damit beschäftigt waren, uns um das Notwendige zu kümmern: Hotel, Handy, Roller, Unterkunft, Uni, Badelatschen. Nur das Wichtigste eben. Nach nur zwei Tagen konnten wir zwar das Gröbste erledigen, allerdings begann dann auch schon der erste Uni-Stress: Willkommensveranstaltung am Strand, Einführungstag an der Uni. Am Dienstag dann erstmalig Vorlesung mit unseren neuen indonesischen Professoren.

Die Uni selbst ist natürlich nicht immer so, wie man es aus Deutschland gewohnt ist. Allerdings kann man sich an die Umstände schnell gewöhnen. Im klassenähnlichen Verband zu je 50 Studenten finden hier die Vorlesungen statt. Die “Mensa” bietet leckere indonesische Küche zum günstigen Preis, wo man auch auf einheimische Studierende trifft. Und jeder Vorlesungstag beginnt um acht Uhr. Morgens. 8:00 Uhr! Naja, vielleicht wird man sich doch nicht an alles gewöhnen können…

Dafür bleibt nach der Uni noch ein ganzer Nachmittag, den man auf Bali sehr gut nutzen kann. So haben wir erste Erfahrungen im Tauchen, Surfen und Rollerfahren sammeln können. Neben den touristisch überlaufenen Stränden gibt es ferner ab auch schöne und ruhige Strandabschnitte, wo sich Surfer aus der ganzen Welt treffen. Da werden wir in den kommenden Wochen hoffentlich auch bald mitmischen können.

Und auch Abends gibt es viel zu erleben: Entweder man feiert in einer der Villen, die von den Komillitonen bewohnt werden oder trifft sich Abends in der Szenestrasse Legian Street. Leider sind die Preise für Getränke weniger studentenfreundlich als erwartet, was wohl auch daran liegt, dass das heimische Bier Bintang zur Heineken-Brauerei gehört. Dies ist wohl ein Überbleibsel der niederländischen Kollonialzeit auf Bali. Dafür schmeckt das Bier aber auch hervorragend.

Bali selbst hat mich in vielerlei Hinsicht an Mumbai oder Indien generell erinnert. Angefangen bei der Währung, dem Verkehr über den Tourismus bishin zum Essen gibt es immer wieder Parallelen, die mir den Einstieg in die indonesische Kultur ungemein erleichtert haben. Leider war die letzte Woche sehr verregnet, so dass mich auch das Wetter an Mumbai erinnert hat. Aber das wird sich wohl bald ändern.

So haben wir uns also ganz gut über die ersten Tage auf Bali gerettet. Auch wenn es jetzt vielleicht nicht den Anschein macht, so waren diese weniger erholsam als wir es uns alle erhofft hatten. Aber das wird wohl hoffentlich mit dem Uni-Alltag beginnen. Morgen geht’s dann wieder früh raus zur Uni und anschließend muss ich noch meinen Aufsprung auf’s Surfbrett verbessern…

Trotz all’ dem Stress werde ich bald wieder von mir hören lassen; Bilder gibt’s hier.